e-Government. Was deutsche Kommunen von Estland lernen können – Kongress in Hemau/bei Regensburg

Ist unsere Kommune fit für die digitale Transformation?

Kongress Kommunale Kommunikation in Hemau bei Regensburg, 5. Oktober 2017

11.30 Uhr

Case Study:

eGovernment in Estland

Was deutsche Kommunen und lokale Akteure von dem Land im Osten lernen können

Dr. Florian Hartleb
Berater der Bertelsmann Stiftung zum Thema „Smart Country“
Politikwissenschaftler, Publizist, Tallinn, Estland

Zur Person:
Der gebürtige Niederbayer Florian Hartleb lebt und arbeitet seit 2016 hauptsächlich in der Estländischen Hauptstadt Tallinn. Neben der publizistischen Arbeit organsiert er auch Unternehmerreisen in das Baltische Land und steht deutschen Medien (u.a. Phoenix, ARD, ZDF) als Kommentator zu diversen Themen zur Verfügung. Kürzlich fragte er auch im Auftrag von Adobe Systems ab, ob und wie die Digitalisierung in Bayerns Behörden funktioniert (ausführliche Berichte u.a. der Bayerischen Staatszeitung, der Süddeutschen den Nürnberger Nachrichten). 2004 wurde er mit seiner Arbeit „Rechts- und Linkspopulismus“ zum Dr. phil. promoviert.
Als er im Frühjahr diesen Jahres zum ersten Mal Vater wurde, wurde ihm deutlich vor Augen geführt, wie unterschiedlich weit Deutschland und Estland in digitalen Staatsdiensten sind. Während in Deutschland unzählige Amtsgänge nötig waren, um das Kind anzumelden, ging es in Estland mit ein paar Klicks.

Zum Thema:
Insider wissen schon lange um den Vorsprung Estlands in der Digitalisierung. Das bezieht sich nicht nur auf die öffentliche Verwaltung, sondern auf alle Lebensbereiche. Die estnische Politik basiert auf einem Joint Venture zwischen öffentlichem und privatem Sektor. Estland bezeichnet sich selbst als eStaat. Für die Bürger des Landes ein Identitätsmerkmal. An die Digitaliserung haben sich alle Beteiligten rasant und generationenübergreifend gewöhnt. Von einem „Abhängen der Alten“ ist hier nicht die Rede. In Estland ist alles Digital, von Verwaltungsvorschriften, amtlichen Mitteilungen über Akten bis zur Steuererklärung. Auch die Krankenakte, Führerscheine und Fahrzeugpapiere werden digital geführt. Man könnte Estland als „papierloses Land“ bezeichnen.
Florian Hartleb zeigt in seinem Vortrag auf, was die Hürden für eGovernment in Deutschland sind und wie man sie abbauen kann. Was können die große und die kleine Politik tun, um in diesem Bereich aufzuholen? Und welche staatlichen Dienstleistungen sind überhaupt digital vorstellbar?

Link: 

http://ka-drei.de/