Eindrücke von einer Sommerschule in Viinistu/Estland (30. Juli – 5. August)

Viinistu

Auf Einladung der Konrad-Adenauer-Stiftung kamen zwischen dem 30. Juli und 5. August 2017 in Viinustu, Estland, 13 Stipendiaten der Stiftung sowie 12 junge Mitglieder von Partnerorganisationen der Stiftung in Estland, Lettland und Litauen zusammen, um sich über die Zukunft Europas und gemeinsame europäische Werte und Interessen auszutauschen. Vorträge der Teilnehmer zu nationalen Identitäten in Deutschland und im Baltikum zu Beginn der Veranstaltung trugen zum gegenseitigen Verständnis für national- und regionalspezifische Wahrnehmungen der europäischen Integration und der Herausforderungen der Europäischen Union bei. Diskussionen über die Existenz einer europäischen Identität verdeutlichten, wie viele Werte und Interessen, darunter die Achtung von Menschenrechten, Demokratie, Toleranz, Frieden und Sicherheit, die Teilnehmer und die Mitgliedsstaaten der EU über Ländergrenzen hinweg miteinander teilen. Im Rahmen diverser Vorträge und Gruppenarbeiten wurden nicht nur politische Handlungsfelder wie die EU-Außenpolitik gegenüber Russland, Terrorismus oder Immigration nach Europa, sondern auch diskursive und programmatische Strategien nationaler Akteure in Reaktion auf intra-europäische und globale Herausforderungen thematisiert. Hier stand vor allem der zunehmende Erfolg populistischer Parteien über das gesamte politische Spektrum hinweg im Mittelpunkt. Am letzten Tag verfassten die 25 Teilnehmer aus Deutschland, Estland, Lettland und Litauen eine gemeinsame Deklaration zu ihrer Vision der europäischen Integration.