Gelingt der digitale Ruck in den Behörden? Ergebnisse meiner Untersuchung im Auftrag von Adobe

Werden wir “smart”? Gelingt der digitale Ruck in Deutschlands Behörden? Wie lassen sich die Beamten überzeugen und was halten Sie davon? Ist Bayern wirklich Pionier?

Zu diesem Zweck habe ich im Auftrag von Adobe eine repräsentative Umfrage in Bayern durchgeführt, einen Fragebogen entwickelt und mich durch Behörden und Landratsämter telefoniert. Erste Ergebnisse finden sich in der Ausgabe der Bayerischen Staatszeitung, 9. Juni 2017, S. 13. Titel “Fans gesucht für Montgelas 3.0″.

  • Die Erhebung fand zwischen 1. März und 15. Mai 2017 statt und wurde nach dem Behördenwegweiser an alle Ministerien, nachgeordnete Behörden, Rechenzentren, die sieben Regierungsbezirke, alle Landkreise sowie die 17 Städte mit über 50.000 Einwohner verschickt. In diesem Sinne wurde in Vorabtelefonaten die besondere Relevanz des Themas in Bereichen wie Tourismus, Personal, Pressesamt, Stabstellen und der IT deutlich. Insgesamt beteiligten sich 71 Personen, so dass ein repräsentativer Querschnitt sichergestellt werden konnte. Die zentralen Vermittlungsstellen zeigten hier bei Wahrung der Anonymität durchaus eine Offenheit und Aufgeschlossenheit für die Thematik, wobei oftmals als Digitalisierung zunächst als Zuständigkeit der EDV-Abteilung vermutet wurde.
  • Einhellig sehen die Befragten große Potentiale in der Digitalisierung im Freistaat. Besonderen Zuspruch fand etwa die die Aussage, Digitalisierung hilft dem Freistaat, sein Image als besonders innovativ auch für die Zukunft zu sichern. Gleichwohl sorgt die Digitalisierung in der Tat für verwaltungsinterne Umstrukturierungen und Veränderungsprozesse. Bayerns Behörden verbinden mit dem Thema Digitalisierung ganz unterschiedliche Assoziationen, angefangen von dem Wegfall der Papierunterlagen bis hin zur Schaffung einer digitalen Identität.
  • Die bisherigen Anwendungen wie das BayernPortal werden nur teilweise genutzt. Eine knappe Mehrheit will aber die Stimme des Bürgers konkret in die Verbesserung der digitalen Services einbeziehen, was die Industrie bereits seit langem erkannt hat. Über 60 Prozent stehen dem Veränderungsprozess positiv gegenüber, wobei die größten Herausforderungen in der kontinuierlichen Weiterentwicklung von e-Government-Anwendungen und der IT-Sicherheit liegen.