Über die Chancen von AfD und FDP

Die Freie Demokratische Partei (FDP) und die Alternative für Deutschland (AfD): Zwei Parteien, die nicht im neuen Bundestag vertreten sind, bewirkten im Nachgang der Bundestagswahl emotionale Bewertungen, allerdings auf ganz unterschiedliche Art und Weise. Beide Parteien, FDP und AfD, die sich in herzlicher Abneigung gegenüberstehen, berufen sich auf den Liberalismus als geistig-politische Grundströmung ihres Tuns. Während sich die FDP unter neuer Führung, mit dem Vorsitzenden Christian Lindner hier wieder positionieren möchte, sieht sich die AfD in ihrer Selbstdarstellung keck als liberalen Erben der FDP. 

Von daher werden die Volksparteien schon jetzt, zwangsweise verbunden innerhalb der Großen Koalition, die Suche nach neuen Koalitionspartnern verstärkern. Die SPD hat ihre Fühler zur Linkspartei bereits ausgestreckt, ebenso die Union durch kurzzeitige Sondierungen mit den Grünen. FDP und AfD sind derzeit von diesem Spiel der Macht weit entfernt. Sie können sich nur an die Hoffnung klammern, dass die Große Koalition beim Wähler nicht ankommt und außerparlamentarischen Kräftžen per se zum Aufstieg verhilžft. Ein Naturgesetz ist daraus freilich nicht abzuleiten.

S. 68-71.

Link: http://www.bapp-bonn.de/medien/downloads/bonner_perspektiven_2_2013_klein.pdf 

 

[Ungewisse Zukunft statt Naturgesetzmäßigkeit – FDP und AfD nach der Bundestagswahl, in: Bonner Perspektiven. Magazin der Bonner Akademie für praktische Politik, hgg. von Bodo Hombach, Themenausgabe Deutschland nach der Bundestagswahl 2013, Dezember 2013, S. 68-71.]