Wahlsieg des Donald-Trump: Triumphzug des Populismus. Meine Statements auf web.de

Der Triumphzug des Populismus. Meine Statements auf web.de und gmx (10. November 2016):

“Wir haben schon vor zehn Jahren von einem populistischen Zeitgeist gesprochen, aber 2016 ist definitiv ein Höhepunkt des Populismus”, sagt der Politikwissenschaftler Florian Hartleb im Gespräch mit unserer Redaktion. Den Kern des Populismus sieht er schon immer in seiner Ausrichtung: “Es geht gegen die Eliten.”

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Nach dem Wahlsieg von Trump: Der Triumphzug des Populismus.

US-Wahl 2016: Nach dem Wahlsieg von Donald Trump – der Triumphzug des Populismus

Tatsächlich sei es ein Irrglaube, dass Populisten nur bei den “Abgehängten” Anhänger finden, sagt Politikwissenschaftler Hartleb. “Populisten gewinnen auch in wohlhabenden Ländern dazu, wie man an den USA und auch in Deutschland sieht. Mit der eigentlichen Situation der Menschen hat das mitunter wenig zu tun.”


“Durch die neuen Medien wird die politische Kommunikation beschleunigt”, sagt Florian Hartleb. “Jeden Tag wird eine neue Sau durchs Dorf getrieben.” “Wenn das die etablierten Medien nicht tun, erledigen es die Populisten selbst, auf ihren Facebook-Seiten oder wie die österreichische FPÖ gleich im parteieigenen YouTube-Kanal. In Europa treten vermehrt Krisensituationen auf.” “Die Schlagworte sind schnell bei der Hand: Flüchtlinge, Terrorismus. Im Wesen des Populismus liegt es, dafür einen klaren Verantwortlichen zu bestimmen: In Europa steht die EU stellvertretend für alles Böse, bei Trump waren es Hillary Clinton und Barack Obama.” Gegen dieses Ohnmachtsgefühl, meint Florian Hartleb, helfe nur Einbindung. “Man muss versuchen, die politische Mobilisierung in richtige Bahnen zu lenken. Man sollte nicht in Panik und Empörung verfallen. Die Wähler für dumm zu erklären, nützt auch nichts.”

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